Pflaster verlegen Anleitung

DO IT YOURSELF ANLEITUNG

Wie verlegt man Pflastersteine selbst? Eine Schritt für Schritt Anleitung

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Das benötigen Sie

Schnurnägel

Fäustel

Gliedermaßstab (Zollstock)

Ölkreide oder Bleistift

Maurerschnur

Wasserwaage

Abziehlatte

Abziehstangen

Gummihammer

Rüttelplatte mit Gummimatte

Steinknacke/ Nassschneidetisch/ große Flex

Schaufel

Besen

Kelle

Eimer

Schottertragschicht 0/32 mm oder 0/45 mm

Splitt 2/5 mm

Pflastersteine

Fugensand oder -splitt

Schritt 1 - Tragfähiger Baugrund

Stellen Sie sicher, dass Sie einen tragfähigen Untergrund schaffen, damit Ihr Pflaster stabil verlegt werden kann und nicht absinkt oder sich stark verschiebt.

Planieren Sie jetzt die Fläche, um eine ebene Grundlage für Ihr Pflaster zu schaffen.

Das finale Planum ist Ihre Grundfläche für die nächste Schicht.

Einer der größten Faktoren, die die Tragfähigkeit einer Fläche beeinflussen ist die Beschaffenheit des Bodens. Man unterscheidet von nichtbindigen und bindigen Böden.

Nichtbindige Böden bestehen aus Sand, Kies oder Stein und sind gut verdichtet ein tragfähiger Untergrund. Durch die grobe Körnung ist der Boden vorab gut formbar, um spätere Setzungen auszuschließen. Zudem hat Wasser genug Platz, um abzufließen, ohne die Dichte oder Tragfähigkeit des Bodens stark zu verändern.

Bindige Böden sind eher ungeeignet für Bauvorhaben. Sie bestehen aus Lehm oder Ton und lassen sich durch den Einfluss von Wasser, Frost oder Druck relativ stark verformen.

Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Baugrund tragfähig ist, lassen Sie sich von einem Experten beraten, z.B. einem Architekten, Bauunternehmer oder Galabauer.

Ein Planum ist die ebene Fläche Ihres Untergrunds für ein Bauvorhaben. Zur Pflasterverlegung sollte die Fläche nicht nur eben sein, sondern auch mit einem leichten Gefälle eingebaut werden, damit Wasser einfach abfließen kann. Dabei ist ein Mindestgefälle von 2,5% zu empfehlen. Das Gefälle sollte immer vom Haus weg führen.

Kleine Flächen können von Hand mit Schaufel, Harke und Walze planiert werden. Holen Sie sich bei größeren Flächen Unterstützung bei der Baumaschinenvermietung.

Tiefbord setzen

PROFI-TIPP VON GIO:
Randeinfassung

Pflasterbeläge sind stabiler mit Randeinfassung. Hierfür eignen sich z. B. Rasenkantsteine, Palisaden, Hoch- und Tiefbordsteine. Der Abstand wird zu Beginn der Pflasterarbeiten festgelegt, indem einzelne Steinreihen über die Fläche ausgelegt werden.

Beachten Sie dabei die Abstände zwischen den Pflastersteinen mit der gewünschten Fugenbreite von 3 – 5 mm.

Wie Sie eine Randeinfassung anlegen, erfahren Sie in unserer Schritt-für-Schritt Aufbauanleitung für Tiefborde.

Schritt 2 - Schottertragschicht

Bauen Sie auf den tragfähigen Untergrund eine Schottertragschicht aus Frostschutzmaterial ein. Die Dicke dieser Schicht ist dabei abhängig von dem späteren Einsatzzweck des Pflasters:

  • Wegeflächen mit einer reinen Fußgängerbelastung: 20cm Schottertragschicht
  • Befahrbare Flächen für PKWs: mindestens 30cm Schottertragschicht

Bauen Sie die Schottertragschicht lagenweise ca. 10 bis 15 cm ein und verdichten sie diese mit einer Rüttelplatte. Achten Sie auch hier darauf, dass die Tragschicht ein Mindestgefälle von 2,5% hat, das von Ihrem Haus weg führt.

Je nach Verkehrsbelastung müssen entsprechende Rüttelplatten zum Einsatz kommen. Lassen Sie sich hier beim Baumaschinenverleih beraten.

Verdichtung Tragschicht Wasser

PROFI-TIPP VON GIO:
Verdichtung

Sprühen Sie die letzte Schotterschicht vor dem Abrütteln mit Wasser ein. Die Feuchtigkeit verhindert nicht nur eine Staubentwicklung, sondern erhöht auch die Verdichtung.

Größere Steine, die beim ersten Abrütteln nicht eingedrückt wurden, werden einfach wieder mit der Schaufel auf die Fläche gezogen und erneut abgerüttelt. Wenn diese Steine nicht entfernt werden, kann es später zu Problemen beim Splittbett kommen.

Je nach Verkehrsbelastung müssen entsprechende Rüttelplatten zum Einsatz kommen. Lassen Sie sich hier beim Baumaschinenverleih beraten.

Schritt 3 - Splittbett und Pflastervorbereitung

Auf die abgerüttelte Tragschicht wird Splitt mit einer 2 bis 5 mm Körnung für die Pflasterbettung ca. 5 cm stark verteilt. Splitt im Big Bag kann bei Ihrer Bestellung auch durch uns mitgeliefert werden.

Da das Pflasterbett gleichmäßig stark und eben sein muss, bauen Sie am besten Abziehstangen ein. Gespannte Maurerschnüre erleichtern das Einmessen der gewünschten Höhen. Die Stangen müssen ca. 0,8 bis 1 cm über der Sollhöhe des Pflasterbetts eingebaut werden.

Mit einer langen Abziehlatte wird der Splitt über den Abziehstangen vollflächig und ohne Löcher abgezogen. Nachdem die Stangen entfernt sind, werden die entstandenen Rillen mit Splitt aufgefüllt und einer Kelle geglättet. Die fertige Bettung darf nicht mehr betreten werden.

Splittbett vorbereiten für Pflaster

Schritt 4 - Pflasterverlegung

Beginnen Sie in einer Ecke und achten darauf, das Splittbett nicht zu betreten. Pflaster wird „Überkopf“ verlegt, d.h., dass auf dem verlegten Pflaster gelaufen wird, um weitere Reihen zu legen.

Das Pflaster sollte ca. 1 cm höher als der Randstein sein, um beim späteren Abrütteln die gewünschte Höhe zu erreichen.

Schneiden Sie Steine bei Bedarf mithilfe eines Nassschneidetischs oder einer Flex zurecht.

Pflasterverlegung Tipp

PROFI-TIPP VON GIO:
Pflasterverlegung

Bei großen Flächen Verteilen Sie möglichst viele Pflastersteine an den Rändern außerhalb des Splittbetts.

Mischen Sie aus mehreren Paletten oder Lagen.

Betonsteine haben Maßtoleranzen. Um ein gleichmäßiges Fugenbild zu bekommene richten sie nach einigen verlegten Reihen die Pflastersteine aus.

Schritt 5 - Fugenmaterial einkehren

Nachdem das Pflaster vollständig verlegt wurde, kehren Sie ein geeignetes Fugenmaterial sorgfältig ein bis alle Fugen vollständig gefüllt sind.

Bei Funktionspflastern: nutzen Sie Baustoffgemische mit der Körnung 0/2, 0/4, 0/5, 0/8 oder 0/11

Bei Ökoflächen: nutzen Sie ein Fugenmaterial mit einer Körnung von mindestens 1-3 mm, damit die Wasserdurchlässigkeit gewährleistet bleibt.

Generell gilt, das Material muss trocken und sauber sein, es darf keine färbenden Bestandteile enthalten und nicht in die Bettung abwandern (Filterstabilität). Filterstabilität bedeutet, dass die Hohlräume der unteren Schicht kleiner sein müssen als die kleinste Korngröße der Schicht darüber. Stimmen Sie das Fugen- und Bettungsmaterial entsprechend aufeinander ab.

Fugen einkehren Pflaster

Schritt 6 - Abrütteln und Finish

Entfernen Sie vor dem Abrütteln alles überschüssige Fugenmaterial. Die Fläche muss komplett sauber und trocken sein. Die verlegte Pflasterfläche wird nun mit einer Rüttelplatte inkl. Gummimatte mehrfach abgerüttelt.

Zu guter Letzt muss die Fläche noch einmal mit dem Fugenmaterial eingekehrt oder mit Wasser eingeschlämmt werden, um alle Fugen vollflächig verfüllt zu haben. Wiederholen Sie das erneute Einkehren gegebenfalls einige Tage nach der Verlegung noch einmal, wenn sich das Material gesetzt hat.

Finden Sie die passenden Pflastersteine für Ihr Projekt in unserer Produktübersicht.

Pflaster abrütteln mit Maschine

PROFI-TIPP VON GIO:
Einschlämmen

Das Einschlämmen mit Wasser ist eine Art Peeling für die Steinoberfläche und hilft beim Entfernen von Verschmutzungen, die während der Arbeiten entstanden sind.

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2 Kommentare

Joachim Hussing 04.11.2020 // 22:48 uhr

Vielen Dank für die Ratschläge zum Verlegen von Pflastersteinen. Ich möchte gerne einen neuen Pflasterbelag für mein Haus bekommen. Ich werde einen professionellen Bauunternehmer beauftragen, der mir beim Pflasterbau helfen kann. https://sippl-erd-pflasterbau.de/leistungen/bodenplatten/

kate welling 18.09.2020 // 22:42 uhr

Jeder, der mehr zum Thema Naturstein verlegen erfahren möchte, sollte diesen Beitrag lesen! Deshalb werde ich diesen Artikel meinem Partner zeigen. Wir haben neulich darüber gesprochen. http://www.pflasterbau-stern.at

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